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Die großen Acht der Welt, und ich - Teil 6 PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Tobias Winkler   
Sonntag, 21. Juni 2009 um 17:12 Uhr

Heute, Mittwoch, der 6.6.2007, ist der Tag, an dem ich mir vorgenommen habe, aktiv gegen die Politik der G8-Staaten zu demonstrieren und mich auf den Weg zu machen, um an Sitzblockaden teilzunehmen.
Ursprünglich sollte mein Weg zum Flughafen Laage führen, aber ich bin spontan zu den Besetzungen der Zufahrtsstraßen Heiligendamms gewechselt. Der Anfahrtsweg war problematisch: Nach einer kurzen Bahnfahrt wurde gelaufen, dann per Anhalter gefahren, dann noch mehr gelaufen. Zwischendurch mehrere Gepäck- und Personenkontrollen, böse Blicke und dunkle Vorahnungen. Außerdem Polizisten, die an meiner Wasserflasche rochen und schauten, ob ich nicht vielleicht Benzin transportieren würde. Diesen Spaß gönnte ich ihnen aber nicht.

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, 21. Juni 2009 um 20:28 Uhr
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Die großen Acht der Welt, und ich - Teil 5 PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Tobias Winkler   
Sonntag, 21. Juni 2009 um 17:11 Uhr

Dienstag, der 5.6.2007: Heute bin ich aufgewacht vom Lärm eines Dings, das mir schon seit drei Tagen sehr vertraut ist. Ich klettere aus dem Zelt und blicke einem Kampfhubschrauber ins Angesicht, der knapp zehn Meter über dem Camp schwebt. Diesen Anblick werde ich wohl nie vergessen. Grund für diesen Einsatz war eine geplante Aktion des schwarzen Blocks auf einen nahegelegenen Lidl-Supermarkt, der aber erfolgreich verhindert wurde. Der Block tauchte gar nicht erst auf.
Davon abgesehen gestaltete sich der Tag als sehr informativ. Heute wurden nämlich die letzten Planungen abgeschlossen, um morgen erfolgreich die Besetzung des Flughafens Laage und der Zufahrtsstraßen Heiligendamms durchzuführen.

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, 21. Juni 2009 um 20:29 Uhr
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Die großen Acht der Welt, und ich - Teil 4 PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Tobias Winkler   
Sonntag, 21. Juni 2009 um 17:11 Uhr

Montag, der 4.6.2007 – Nachdem die Polizei am vergangenen Samstag sehr beeindruckend gezeigt hat, was passiert, wenn Eskalationen aus dem Ruder laufen und die Ordnungshüter nicht in der Lage sind, der Situation Herr zu werden, war ich sehr auf die heutige Demontration gespannt. Ein Protestmarsch quer durch Rostock, der für internationale Bewegungsfreiheit eintrat. Eigentlich kein Problem, möchte man meinen.
Aber alles lief, schon wieder, ganz anders. Niemand der Protestanten hat ahnen können, wie sehr den Polizeikräften der Schock des vergangenen Samstags noch in den Gliedern steckte und um welchen Preis sie zeigen wollten, dass eine solche Situation nicht wieder eintreten darf.

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, 21. Juni 2009 um 20:29 Uhr
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Die großen Acht der Welt, und ich - Teil 3 PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Tobias Winkler   
Sonntag, 21. Juni 2009 um 17:10 Uhr

Heute, am Sonntag, dem 3.6.2007, wurde im Ramen einer friedlichen Aktion der Umweltschutzorganisation Greenpeace im Stadthafengelände Rostocks ein Menschenbanner erschaffen. Ein Banner, das aus Menschen besteht und, von oben betrachtet, den Slogan „G8 Act Now! Stop Global Warming“ ergibt.
Dies ist einer der friedlichen Proteste und politischen Willensverkündungen, für die ich überhaupt hierher gekommen bin. Von der Polizei wohlwollend beobachtet, keine Aggressivität provozierend und dennoch offensichtlich eine Meinung verkündend. So sollten entsprechende Aktionen sein. Aber der vergangene Tag hat gezeigt, dass es auch anders geht.

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, 21. Juni 2009 um 20:29 Uhr
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Die großen Acht der Welt, und ich - Teil 2 PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Tobias Winkler   
Sonntag, 21. Juni 2009 um 17:08 Uhr

Heute war der eine Tag. Der Tag, der mit tödlicher Sicherheit den gesamten Zeitraum des G8-Gipfels überschatten wird. Heute fand in Form einer Großdemonstration mit ca. 25.000 Teilnehmern der Auftakt der Aktionen zum und gegen den G8-Gipfel statt.
Die Demonstration fand einen sehr friedlichen und belebten Anfang, als sich die beiden Demonstrationszüge in Bewegung setzten, um sich im Gelände des Rostocker Stadthafens zu vereinigen.
In einem der beiden Züge befanden sich ungefähr 2.000 schwarzvermummte, gewaltbereite Autonome, die die späten Nachmittagsstunden zur Hölle werden ließen.
Dieser „schwarze Block“ hat mit Molotow-Cocktails, Steinen und Flaschen auf Polizisten geworfen, hat Autos angezündet und Läden geplündert.
Wie konnte das alles passieren?

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, 21. Juni 2009 um 20:29 Uhr
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